Mittwoch, 21. Februar 2007
Thyssen's Geld
Heute hat das Unternehmen ThyssenKrupp eine Rekordstrafe aufgebrummt bekommen. Man mag sich nun über das Für und Wider von wirtschaftlich angeregten Betrügereien trefflich streiten, doch unbestritten ist die konsequent hohe Summe.
Mein einziges Problem dabei ist, dass die Betrügereien zwar Endkunden getroffen hat, jedoch sind dies keineswegs Endkunden im Sinne von privaten Endkunden, die zum Beispiel an der Kasse stehen. Es hat Firmenendkunden vor allem getroffen, die ihre Kosten zwar auf die eine oder andere Weise an den Verbraucher (eventuell) weiter gegeben haben, doch nicht Endkunden direkt.
Mir scheint auch ein wenig Kränkung mitzuschwingen, wenn die Komissare verlauten lassen, dass auch die EU beschissen wurde. Ich würde mich jedoch noch mehr freuen, wenn die EU eine solche Aktivität auch an den Tag legen würde, wenn nicht sie direkt, sondern wirklich Endkunden betroffen sind, die paradoxerweise trotz ihrer Masse keine große Lobby haben.
Vielleicht sollte die EU sich selbst ein Bußgeld auferlegen wegen grober Marktverzerrung zugunsten von Wirtschaftslobbyisten. Die Summe würde die Millarden sprengen, obwohl sie dann indirekt der nichtvertretene Steuerzahler aufbringen müsste.

Das Wort Paradox wäre da noch untertrieben.

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