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Donnerstag, 6. März 2008
Adieu, mein Bublath
Da sieht man mal, wie schnell man etwas verpassen kann. Denn wenn ich die schwarzgedruckten Buchstaben auf Spiegel Online richtig interpretiere, dann ist Joachim Bublath am gestrigen Mittwoch in Rente gegangen.
So sehr ich den Kokser von schwarzen Löchern auch mag, muss ich leider sagen, dass es auch an der Zeit war, denn Bublath hat für mich am Ende nicht mehr den Wissenschaftler, sondern eher das Öffentlich-Rechtliche "vertreten".
Ich kann mich noch gut erinnern, als ich ihn das erste Mal gesehen habe. Da ging es um schwarze Löcher, Super-Novae, Gravitaion und noch mehr - und meine Mutter musste mich schon mit einer gehörigen Portion Photonen von der Glotze locken. Damals war für mich das Zeugs so neu, dass es spannend war.
Und da finden die Probleme für mich, bzw. den Gummiballwerfer Bublath an. Denn irgendwann habe ich dank ihm das Wichtigste über die bekanntesten Weltraumfurzer und dem Licht dazu gewusst. Joachim Bublath jedoch schien es immer wieder zu vergessen. Jahrein und jahraus brachte er immer wieder seine schwarzen Löcher und er hat auch ums Verecken immer die gleichen billig gemachten Filmchen und Demonstrationen gezeigt, als ob die Lizenzgebühr sonst zu hoch wäre oder der Computer fürs Animieren noch nicht gekauft wurde.
Seine staubtrockene Art atakanischen Ausmasses mag in den 80ern und 90ern noch kultig gewesen sein. In der Zukunft namens heute jedoch wirkte er für mich wie eine Einschlaftablette auf zuviel MCQuadrat gefangen in einer ständigen Feedbackschleife. Das war am Ende nicht mehr nur zwischen den Sendungen so, sondern sogar schon innerhalb JEDER Sendung.
Da steht der Bublath im Studio oder auf dem Vulkan und labert über irgendein Thema, erklärt es. Dann geht der Film los. Und was passiert? Die gleiche Sosse wird in dem genau gleichen Wortlaut noch einmal heruntergebetet. Nur halt mit anderen Bildchen oder schlechteren Animationen. Das ging mir irgendwann so auf den quantenmechanischen Senkel, dass ich schlicht entschieden habe abzuschalten und darauf zu warten, dass ein paar Aliens mir was neues beibiegen mögen.
Und was kann ich sagen, sie haben es tatsächlich getan. Jedem, der auch nur einen Hauch von Einstein in seiner Zunge hat, sollte doch bitteschön die englische/amerikanische Doku "Was Einstein noch nicht wusste" anschauen. In drei Folgen á 45 Minuten hat mir dieser Professor Sowieso mit Witz, etwas Geschichte und tollen Ideen die Relativitätstheorie, die Quantenphysik und sogar die Stringtheorie erklärt.
Ich glaube, dass Joachim Bublath dafür schon zwei Jahrhunderte gebraucht hätte.
So sehr ich den Kokser von schwarzen Löchern auch mag, muss ich leider sagen, dass es auch an der Zeit war, denn Bublath hat für mich am Ende nicht mehr den Wissenschaftler, sondern eher das Öffentlich-Rechtliche "vertreten".
Ich kann mich noch gut erinnern, als ich ihn das erste Mal gesehen habe. Da ging es um schwarze Löcher, Super-Novae, Gravitaion und noch mehr - und meine Mutter musste mich schon mit einer gehörigen Portion Photonen von der Glotze locken. Damals war für mich das Zeugs so neu, dass es spannend war.
Und da finden die Probleme für mich, bzw. den Gummiballwerfer Bublath an. Denn irgendwann habe ich dank ihm das Wichtigste über die bekanntesten Weltraumfurzer und dem Licht dazu gewusst. Joachim Bublath jedoch schien es immer wieder zu vergessen. Jahrein und jahraus brachte er immer wieder seine schwarzen Löcher und er hat auch ums Verecken immer die gleichen billig gemachten Filmchen und Demonstrationen gezeigt, als ob die Lizenzgebühr sonst zu hoch wäre oder der Computer fürs Animieren noch nicht gekauft wurde.
Seine staubtrockene Art atakanischen Ausmasses mag in den 80ern und 90ern noch kultig gewesen sein. In der Zukunft namens heute jedoch wirkte er für mich wie eine Einschlaftablette auf zuviel MCQuadrat gefangen in einer ständigen Feedbackschleife. Das war am Ende nicht mehr nur zwischen den Sendungen so, sondern sogar schon innerhalb JEDER Sendung.
Da steht der Bublath im Studio oder auf dem Vulkan und labert über irgendein Thema, erklärt es. Dann geht der Film los. Und was passiert? Die gleiche Sosse wird in dem genau gleichen Wortlaut noch einmal heruntergebetet. Nur halt mit anderen Bildchen oder schlechteren Animationen. Das ging mir irgendwann so auf den quantenmechanischen Senkel, dass ich schlicht entschieden habe abzuschalten und darauf zu warten, dass ein paar Aliens mir was neues beibiegen mögen.
Und was kann ich sagen, sie haben es tatsächlich getan. Jedem, der auch nur einen Hauch von Einstein in seiner Zunge hat, sollte doch bitteschön die englische/amerikanische Doku "Was Einstein noch nicht wusste" anschauen. In drei Folgen á 45 Minuten hat mir dieser Professor Sowieso mit Witz, etwas Geschichte und tollen Ideen die Relativitätstheorie, die Quantenphysik und sogar die Stringtheorie erklärt.
Ich glaube, dass Joachim Bublath dafür schon zwei Jahrhunderte gebraucht hätte.
punkter, 15:38h
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