Mittwoch, 20. Februar 2008
Blu Ray ist Sieger. Wen juckt das?
Soso. Blu ray ist nun als scheinbarer Sieger herorgegangen und kann nun den Siegeszug in das heimische Wohnzimmer antreten...

Insgeheim hoffe ich ja inständig, dass das HD-Format in seiner jetzigen Form so richtig auf die Schnauze fallen wird.

Wieso? Weil die extreme Big-Brother-Mentalität der Filmstudios mir gehörig auf den filmischen Zeiger geht. Da kauft man sich voll des Hypes so einen Mist, nur um dann festzustellen, dass der Flat-Fernseher die Scheibe nicht anzeigt, weil er entweder zu alt ist oder einen falschen Anschluss hat, der das *verschlüsselte* Bild nicht anzeigen kann.

Die Fan-Boys, die jeder technischen Neuerung fröhlich hinterherhecheln, um wenigstens ein bisschen Selbstwertfefühl zu bekommen, werden sicherlich viel dazu einwenden. So nach dem Mott: das ist noch nicht aktiv, das wird sich nocht ändern und noch mehr weisses Rauschen.

Mich interessiert das nicht die Bohne. Das einzige was ich an den Systemen erkennen kann ist der richtige Anspruch an der falschen Stelle: wer mal richtig aufpasst wird nämlich erkennen, dass der EINZIGE Vorteil von HD die Auflösung ist. In Sachen Ton können mir die Jungs vom Marketing sowieso kein Dolby für ein THX mehr vormachen, für mich klingt alles gleich.

Im Kern heisst also, dass wir uns ein paranoides System ans Bein binden, nur damit die Poren vom schlechten Schauspieler links noch ein wenig deutlicher zur Geltung kommen...wenn wir den Film aus 40 Zentimetern anschauen. Denn ab einem gewissen Abstand vom TV verschwimmt das Bild durch die Augen quasi von Natur aus.

Der ganze Hype um die Auflösung und der einherkommenden Bevormundung ("Hey, nur ein von uns zertifizierter Fernseher mit von uns zertifiziertem Kabel, du Sack") zeigt doch nur zu deutlich, dass nicht mehr die Filme selbst mit ihren Geschichten im Vordergrund stehen, sondern die Auflösung derselben.

Im Umkehrschluss heisst das also, dass die identischen aber normal aufgelösten Filme auf DVD nichts wert sind.

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Sonntag, 17. Februar 2008
Bloggen, Blogger und Antville
Eines muss ich ja als verwöhnter Wordpress-Nutzer einmal von der computer-angefüllten Seele tippen:

Im Verhältnis zu Wordpress kann Antville, die "Engine" hinter Blogger.de, wirklich nur mehr oder weniger abstinken.

Mich mögen jetzt sicher viele Fans genüsslich über die virtuellen Kohlen laufen lassen, doch denke ich, dass ein Editor zum Schreiben der Posts, bei dem man die wichtigsten HTML-Tags von Hand eingeben muss, einfach nicht mehr auf der Höhe der digitalen Zeit ist. Es mag vielleicht noch bei kursiv-Geschichten akzeptabel sein. Aber spätestens bei mehreren Links wird die Sache schon zeitaufwändig. Und nervig.

Antville ist garantiert eine kleine und feine Software, die wenig Platz verbraucht (Speicherplatz, Datenbank etc.). Und der technische Minimalismus ist an vielen Stellen sicherlich Gerechtifertigt. Ein paar neue Kleinigkeiten wären aber schon nicht schlecht.

Wie gesagt, ich wäre schon mit einem besseren Editor und Trackbacks glücklicher als ein Hund, dem man gerade einen saftigen Knochen vor die Schnauze geworfen hat.

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Montag, 5. Februar 2007
Ach ja, früher war doch alles besser....
Erinnert Ihr Euch noch an die Gute Alte Zeit? Ich rede dabei aber nicht von den Zeiten, die von Leuten mit einem Alter methusalem'scher Ausmaße angepriesen wird.
Nein. Ich spreche quasi digital, von den guten alten digitalen Zeiten. Und mit dieser Formulierung liege ich noch nicht einmal so falsch, betrachtet man sich die Halbwertszeit eines Computers, die so kurz ist, dass selbst eine Fliege stolz auf ihre paar Stunden Leben sein kann.
Während die Fliege ihr Leben oder die gute alte Zeit in Stunden misst, gibt es beim Computer andere Faktoren: Rechenleistung, Größe, Stromverbrauch, Hitzeentwicklung. Je nach Couleur hat jeder Nutzer seine Zeitrechnung und jeder hat auf seine Art recht.
Meine Zeitrechnung mache ich ab sofort am Speicherplatz und Speicherbedarf fest.
Mir ist dies erst gestern mit der Wucht eines Vorschlaghammers bewusst geworden, als ich mal wieder eine meiner Brenn-Sitzungen für Backups hatte. Und die Kontraste hätten stärker nicht sein können, denn einerseits versuchte ich verzweifelt, zusätzliche 20 Megabyte auf dem flachen Datenträger unterzubringen, obwohl dieser schon nach Erlösung schrie und andererseits diesen ohne zu zögern auf den "Verbrannt"-Stapel einlagerte, als dieser Versuch natürlich jämmerlich scheiterte. 700 Megabyte einfach so vernichtet. Früher hätte das einen Nervenzusammenbruch à la van Gogh zur Folge gehabt. Stellt man sich diese Menge an Daten in Diskettenform vor, so wird das ganze noch Katastrophaler. 700 MB, das sind.....486,111 Disketten mit je 1,44 MB. Ich glaube, so viele Disketten habe ich in meinem ganzen Leben nicht einmal gesehen, geschweige denn berührt, geschweige denn genutzt.
Früher war jedes Kbyte wichtig. Sei es im vermalledeiten 640 Kbyte Speicher, der für Spiele so groß wie möglich zu sein hatte, oder das viel zu große Bild mit zwei Megabyte, das verkleinert werden musste. Betrachte ich mir die heutigen Probleme der heutigen Nutzer auf heutigen Computern mit heutigem Windows, und rufe mir die DOS 6.22-Zeiten ins Gedächtnis, dann kann ich wirklich nur noch schmunzeln. In der Regel funktionieren bei normaler Konfiguration heutige Programme und Spiele ohne Probleme (und bitte liebe Leser, die es besser wissen: Ihr gehört zur Minderheit). Und wenn Probleme auftauchen, dann meist wegen Overcloking und ähnlichem Kram. Ach ja: die Framerate ist auch ein Faktor für die Zeitmessung.
Ich erinnere mich noch, als ich für ein Spiel ganze 25 KByte des berüchtigten 640 KByte-Speichers freiräumen musste. Es dauerte Tage. Und brachte mir die Autoexec.bat und Config.sys näher. Frage am Rande: Wer kennt die zwei Dinger noch?
Ich weiss auch noch, wie ich einmal dachte, dass ich meine 540 Megabyte große (oder kleine?) Festplatte nie würde füllen können. Naja, mit dem Gedanken lag ich ungefähr so falsch wie Bill Gates mit der Behauptung, der 486er sei das Maß aller Dinge, für immer.
Heute brenne ich 4Gbyte große Backup-DVD's und habe insgesamt 320 GByte als Speicherplatz zur Verfügung. Ich könnte die Größe an Daten, die ich umherschiebe wohl nur noch in GByte oder gar Terabyte festlegen. 3 MB? Also knapp 3000 Kbyte? Das ist nichts für mich. Peanuts. Für mich wird es erst ab einer Dateigröße von 200 MByte interessant. Lustig ab 1,2 GByte für eine einzelne Datei....
Früher, ach ja früher, da hätte man mich für diese Sätze auf den digitalen Scheiterhaufen geworfen.

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